Heute leider geschlossen – Japan in Zeiten der Seklusion – History Feature (English)

Warum Japan so anders ist, habe ich mich immer gefragt. So lebendig erscheint noch heute die Geschichte dieses Landes und die vielen Mythen und Fabelwesen, die sich immer wieder in verschiedenen Formen in der modernen Popkultur und den Mainstreammedien niederschlagen wirken, als wären sie nie zu einem anderen Zweck erschaffen worden. Die Japaner, auf die ich in unserer modernen westlichen Welt auf diversen Events treffe, wirken immer unglaublich freundlich, entspannt, aufgeschlossen und offen für Neues. Die deutsche Sprache, Kultur und Geschichte fasziniert sie und wird in unglaublich vielen Songs, Animes und Mangas immer wieder gerne verbraten. Da singen J-Pop- und Rock-Bands deutsche Liedertexte und die Hauptcharaktere animierter Zeichentrickserien heißen „Armin“ oder nutzen den Nachnamen „Jäger“. Dass Japan nicht immer so offen war, wenn es um Grenzöffnung, Handel oder kulturellen Austausch ging, hat mich zunächst überrascht. Aber tatsächlich waren Ein- und Ausfuhr und Reisen einmal sehr streng regelementiert, und fremde Kulturen nicht gern gesehen. Das führte, wie ich hier lernen konnte, auch dazu, dass das kleine Land im 18. und 19. Jahrhundert kaum von der Christianisierung erfasst wurde. Alleine dieser Umstand dürfte dazu beigetragen haben, dass sich weitreichende kulturelle Unterschiede herausbilden konnten und die vielen Kulturschätze und folkloristische Themen, die unserer westlichen Zivilisation durch das Christentum abhandengekommen sind, bis heute in Japan hoch geschätzt werden. Auch von deutschen Fans, die sich der J-Szene verschrieben haben.


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