Ein ganz normaler Samstag – Emmanuel Lepage und sein Rückblick auf Tschernobyl – Book Review

Comics befassen sich ja nie mit ernsthaften Themen – und sind eigentlich doch nur etwas für Kinder … hätte ich jedes Mal, wenn ich diesen Satz gehört habe einen Euro kassiert, wäre ich steinreich. Schwamm drüber. Ernsthafte Comicautoren gibt es viele auf der Welt und sie berichten Politisches, Gesellschaftliches, Kritisches und Geschichtliches – wie Journalisten – oft unter Einsatz von Leib und Leben. Wer einen Blick in ihre Bücher wirft, erfährt so einige erhellende Momente – und bei dem Franzosen Emmanuel Lepage, der sich in den Jahren zwischen 2004 und 2013 intensiv mit den Spätfolgen des Reaktorunglücks in Tschernobyl und den in der Region lebenden Menschen beschäftigt hat, kann man diese „Erhellung“ fast garantieren. Auch wenn sie sich anders gestaltet, als man das am Anfang erwartet. Skizzen und Einträge einer Reise in die verbotene Zone, Menschen und ihre Geschichten, Beziehungen, Gefühle, Erkenntnisse. Am Ende ist man sich selbst und dem Autor näher gekommen – ein solches Buch zu rezensieren ist fast schon ein Privileg.


Comicbuchrezension Tschernobyl 1986 - Andrea Härtlein für bilderundworte


Die gesamte Rezension von „Ein Frühling in Tschernobyl“ gibt es hier
auf deutsch: bilderundworte.de – deutsch
und auf englisch: bilderundworte.de – englisch